Was wäre eine Welt...

...ohne Grenzen, genausovielen Standpunkten wie Betrachtern... Das alles sind bedeutende und berechtigte Fragen. Der Orang Utan im Zoo betrachtet uns, während wir ihn betrachten. Ohne Glasabtrennung dazwischen und Käfig drumherum würde die Zusammenkunft ganz anders verlaufen. Durch die wuchtige Betonkonstruktion dringt ein Stück Himmelblau. Wieviel wird davon übrig bleiben? Ist unser geistiger Horizont durch die konstruierte Welt überhaupt noch als gerade/ gesund zu bezeichnen? Ein Lichtstrahl in der Nacht, ein Auto fährt durch eine Langzeitbelichtung. Sind die Vorbereitung, das Warten und die Technik nun nutzlos oder ist dieser Zufallstreffer, dieses grelle Licht in der Nacht der Hauptinhalt?

In der nächsten Zeile geht es um die Rolle der Gesellschaft. Sind wir alle gleich, stehen wir wie Bäume in einem Wald aufgereiht und unterscheiden uns nicht wesentlich voneinander? Sind die Bäume uniform und ist jeder Wald gleich dem anderen? Warum werden Bewegung und Fortschritt so hoch gestellt, während Stillstand und Rückbesinnung schlecht erscheinen? Verwischt unsere Persönlichkeit nicht durch die hohe Geschwindigkeit? Können wir uns überhaupt noch erkennen, wenn wir rennen? Wieviele Blickwinkel sind zulässig, muss man einer Meinung sein?

Was wäre eine Welt, in der die Orientierung keine Rolle spielt, der Fokus nicht immer auf dem offensichtlichen liegt und der Hintergrund in der Ferne verschwimmt? Was wäre, bliebe Einsamkeit der Geselligkeit gleichgestellt? Wie sähe eine Welt aus, die keine Spuren verwischt und in ewig sichtbar lässt?

Schließlich haben alle Antworten eine Berechtigung und wenn sie keine Früchte tragen oder Triebe bilden, so sind sie vielleicht das Fundament für die, die Wachstum bedeuten.