1. Wochenticket Öffis

    Die Zeit nehm ich mir, ein neuer Artikel, 4 Jahre Pause, bzw. fokussiert auf das Geheimnis der Reproduktion und Ihre Folgen und eine Schlüsselerkenntnis über die freie Meinungsäußerung. Auf dem Weg zur Arbeit leiste ich mir von Zeit zu Zeit ein Wochenticket und benutze die Öffis – öffentliche Verkehrsmittel. Da kann ich mittlerweile auf fast 10 Jahre Historie zurückblicken und liefere hiermit ein Kondensat, keinesfalls Tatsachenberichte. Mehr…

    Feb. 2017, Impro-Theater, Psychoanalyse, Sozialstudie
  2. Sicherheit

    Ich habe mich lange Zeit davor gedrückt, meiner Elektropost etwas mehr Sorgfalt angedeihen zu lassen und hielt die große Masse für ein gutes Versteckt. Fischschwärme halten zusammen und bleiben in Bewegung, dem Fressfeind kein klares Ziel zu geben. Nun durchforstet aber der ein oder andere Geheimdienst den gefühlt gesamten Verkehr im Internet. So bevorzuge ich von nun an die Verschlüsselung Mehr…

    Juli 2013, …ist eine Illusion
  3. Gründe zu fotografieren

    Das Studium von Literatur zur Theorie der Fotografie förderte sehr interessante Gründe zu Tage, warum sie betrieben wird. Interessant sind sie, weil sie von einem offensichtlichen Grund verdeckt werden. Fotografen sind in den meisten Fällen Menschen und damit unterliegen sie den menschlichen Schwächen. Die Unmöglichkeit der vollständigen Selbsterkenntnis (Spinoza) ist nur eine Schwäche, wenn man sie ignoriert oder sich der eigenen Blindheit nicht bewusst ist. Vielleicht findet der ein oder andere Leser einen ganz neuen Zugang zu seiner fotografischen Motivation durch die Lektüre dieses Artikels. Mehr…

    Juli 2013, Warum fotografiert wird
  4. Ein Amateur – Oh Bourdieu

    Am Frankfurter Flughafen, knapp vor dem Zaun gibt es einen Aussichtspunkt. Man erreicht ihn bequem von der Autobahn aus, es gibt einen schattigen Parkplatz und nach einem kurzen Fußweg findet man sich inmitten der Flugzeugbeobachter – engl. plane spotter. Sie stehen, sitzen und vorallem warten sie dort, die ein oder andere Aufnahme von etwas zu machen, das für sie eine Seltenheit, das Besondere darstellt. Gleichzeitig läuft ein Mann mittleren Alters mit jungen Frauen und Mädchen durch die Innenstadt Frankfurts. Die große Spiegelreflexkamera schwingt entweder lässig in der Hand oder wird auf andere Frauen in Cafés gehalten, oder auf Gläser mit bunten Getränkeresten, in denen sich das Licht bricht. Mehr…

    Apr 2013, was den Profi vom Amateur trennt
  5. Größenvergleich

    Die Linsen sind zahlreich und ebenso zahlreich sind die Unterschiede. Ein Wesentliches Merkmal sind für mich die Abmessungen. Es genügt nämlich nicht, eine Übertragungsfunktion und den Preis zu kennen. Wer ein Objektiv benutzen will, muss es in erster Linie auch tragen. Obwohl ich mehr als zwei Objektive besitze, ist eine meiner Beschränkungen auf Touren, nur zwei Linsen mitzunehmen. Da das auch alles noch in eine Tasche passen muss, die mit dem Rad portabel bleibt, ist eine Größenuntersuchung sehr hilfreich. Mehr…

    Apr 2013, Größenvergleich Portrait- und Tele-Brennweiten
  6. Winter Adé

    Der Winter dauerte diesmal länger als in den Jahren zuvor und ich nutzte die Gelegenheit, ihm ein Denkmal zu setzen. Die meisten werden Weiß als Farbe des Winters angeben, aber für mich ist es eher blau. Das liegt technisch gesehen an der kurzen Wellenlänge des vom Schnee reflektierten Lichts und subjektiv an der Wahrnehmung, der Kühle des Farbtons. Mehr…

    Apr 2013, Denkmal für den Winter 2012/13
  7. Kalender 2012

    Das Motto Stadt-Land-Fluss ist nicht besonders kreativ, aber viele meiner Arbeiten in 2012 hatten mit Flüssen oder Städten zu tun. Neben Frankfurt, Hamburg, Wiesbaden, Freiburg und Berlin sieht man auch Hattersheim, Eddersheim, Zeulenroda und Obergurig. Es war das Jahr des Wechsels von einem großen Anbieter von Fotoprodukten zu einem unkooperativen und schließlich zum aktuellen kleinen Betrieb. Es ist einer der wenigen, der alle Abzüge auf mattem Papier fertigt und auch ungewöhnliche Formate von der Rolle schneidet. Schließlich gab es eine D800E käuflich zu erwerben und die Auflösung geht mit sehr vielen Beschnittmöglichkeiten einher. Mehr…

    Jan 2013, Kalender von vor 2 Jahren
  8. Kalender 2013

    Wie jedes Jahr gibt es einen Kalender mit 12 Motiven fürs kommende Jahr. Ich nutze die Gelegenheit immer, auf das Jahr zurückzublicken und zu untersuchen, ob ich Ansel Adams' Zitat gerecht werde: Twelve significant photographs in any one year is a good crop. Mehr….

    Dez 2012, Kalender fürs nächste Jahr
  9. Titelseite

    Die alte Titelseite hat ausgedient und wurde gegen eine neue ersetzt. Die Farbgebung bezeichne ich mal als mathematisch. Ein kleines Progrämmchen kummuliert die Farbwerte und sortiert sie in die 4 wesentlichen Mittelwerte. Dazu gibt es dann verschiedene Farbschemata und eins davon ist die triadische Palette, mit diesem feinen grau-rosa Ton. Die neue Titelseite ist das Ergebnis der Messung sozialer Dichte. Mit diesem Projekt suche ich die Vielzahl sozialer Einrichtungen auf engstem Raum oder ihre Abwesenheit darzustellen.

    Okt 2012, neue Titelseite und Palette
  10. Werkkatalog

    Mittlerweile sammelten sich viele Bilder an und ich traf eine Auswahl. Es ist keine Leistungsschau, sondern ein Querschnitt; es ist kein historischer Abriss, sondern eine thematische Aufbereitung. Verschiedene Arbeiten sind darin abgebildet und die Spanne reicht von Vogelsilhouetten, über Collagen bis hin zu meiner Lieblingsbeschäftigung, der Fotografie in dunkler Nacht. Mehr….

    Aug 2012, Bildband, 48 Seiten, farbig
  11. Draußen/ Drinnen

    Der zweite Bildband ist ein kleines quadratisches Format. So wie ich eine Menge Dinge ganz einfach in meinem Kopf mit mir rumtrage, passt dieser Bildband in die Hosentasche. Wie im Draußen muss man bei den kleineren Bildern genauer hinsehen. Als Fotograf mit den eigenen Aufnahmen, wie als Wissenschaftler mit Hypothesen, verrät man mehr über sich selbst als über das Dargestellte – so zumindest Nietzsches Standpunkt. Der Betrachter kommt also nicht zum Inhalt des Bildes, sondern zur Meinung des Fotografen. Mehr….

    Juli 2012, Bildband, 36 Seiten, farbig
  12. Abschied von…

    Die letzte Veröffentlichung ist fast ein Jahr her und es war ein gutes Jahr. Ich saß an mehreren Bildbänden. Der erste heißt Abschied von den Postkartenmotiven und war ein Versuch, die Knippserei hinter mir zu lassen und tiefer in Themen und Techniken der Fotografie einzusteigen. Das Ergebnis sind 40 Seiten aus 4 Jahren, von 2006 bis 2010. Es war auch gleich der Einstieg in die Bildbanderstellung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Bilder, Schrift und Text bewirken und verlangen. Mehr…

    Juli 2012, Bildband, 40 Seiten, farbig
  13. Maulpipieule

    Es begann als kleines Pausenprojekt und sollte die Frage beantworten, wie komplex eine Anwendung sein muss, damit sie Spaß bereitet während sie ordentlich Energie verbraucht. Die Antwort ist die Maulpipieule - eines der beliebtesten erzeugten Schimpfwörter. Eine kleine Datenbank mit Wörtern, etwas Grammatik und ein Zufallsgenerator würfeln Begriffe beliebig zusammen. Ich könnte damit T-Shirts bedrucken lassen, was aber nicht einmal halb so lustig wäre, wie die automatisch Erzeugung immer neuer Begriffe. Von Zeit zu Zeit erweitere ich die Datenbank, damit es ein unendlicher Quell nimmer versiegender Freude sein mag Mehr…

    Aug 2011, Automatikspaß
  14. Was wäre eine Welt…

    …ohne Grenzen, genausovielen Standpunkten wie Betrachtern… Das alles sind bedeutende und berechtigte Fragen. Der Orang Utan im Zoo betrachtet uns, während wir ihn betrachten. Ohne Glasabtrennung dazwischen und Käfig drumherum würde die Zusammenkunft ganz anders verlaufen. Durch die wuchtige Betonkonstruktion dringt ein Stück Himmelblau. Wieviel wird davon übrig bleiben? Ist unser geistiger Horizont durch die konstruierte Welt überhaupt noch als gerade/ gesund zu bezeichnen? Mehr…

    Juni 2011, 10 Bilder, farbig
  15. DDR Losungen

    Mach mit - mach's nach - mach's besser war das Motto einer Kindersendung im DDR-Fernsehen. Darin traten zwei Mannschaften in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an. In beinahe jedem Stadtpark fand sich ein Denkmal für den Unbekannten Soldaten oder einer Plastifizierung der Befreiung vom faschistischen Regime - meist mit einem Soldaten der Sowjetarmee.

    Als Kind beeindruckten mich die Banner und Schmuckelemente an Häusern wenig. Mittlerweile fehlen sie mir. Mehr…

    Mai 2011, 3x2-teilig, farbig
  16. Kontinuität

    Nach den vielen technisch motivierten Aufnahmen folgt wieder einmal eine konzeptuelle. Bei dieser 3-teiligen Anordnung geht es um die Verdeutlichung des seriellen Charakters der Fotografie. Der Rollfilm fügt Bilder aneinander, die nur über die Reihenfolge der Auslösung in zwangsläufigem Bezug stehen.

    Mit dieser ersten vertikalen Anordnung beginne ich eine Analyse der Möglichkeit, Bilder - auch ohne Zusammenhang - strukturell zu verbinden. Mehr…

    Mai 2011, 3-teilig, farbig
  17. Waldwinkel

    Die nächste technische Arbeit war wegen eines neuen Ultraweitwinkel- Objektivs ziemlich ungerichtet. Es ist das erste mal für mich, mit einem solchen Objektiv (14-24mm Brennweite) zu fotografieren. Da mich die Verzerrung am meisten reizte, suchte ich ein Motiv mit vielen geraden Linien.

    Der Wald ist dafür ideal. Also probierte ich verschiedene Perspektiven und Ausschnitte. Mehr…

    Apr. 2011, 2 Bilder, farbig
  18. Blauglockenbaum

    In letzter Zeit experimentiere ich mit einer neuen Kamera und ihrer Fähigkeit, Unterbelichtungen - sog. low key Aufnahmen - mit überragender Qualität zu verarbeiten. Aus dieser technischen Studie stammt dieses Stilleben.

    Ein Ast mit Samenkapseln des Blauglockenbaums (Paulownia tomentosa) liegt auf einer dunkel gebeizten Weichholzplatte. Das Licht fällt spärlich durch ein entferntes Fenster. Mehr…

    Mär. 2011, 1 Bild, farbig/ teilentsättigt
  19. Vier Jahreszeiten

    Vivaldis Musik harmonisiert bestimmt nicht mit meinen Bildern. Seine Ausdrucksweise ist direkt und offensichtlich. Ich wollte nicht mit oft gewählten Motiven in einer Reihe mit allen übrigen Fotografen stehen.

    Die Motive sind Jahreszeit-spezifisch. Ich habe den Farbeindruck gleich und so den Kontrast niedrig gehalten. So wird jede Jahreszeit dezenter dargestellt, drängt sich nicht grell in den Vordergrund und lässt eine andere im Dunkel versinken. Mehr…

    Feb. 2011, 4 Bilder, farbig
  20. Chaotische Ordnung

    Pflanzen faszinieren mit ihrer zufälligen Ordnung, dem geordneten Durcheinander. Selbst wenn das Leben sie verlassen hat wissen die Hüllen zu gefallen. Drei Bilder aus drei unterschiedlichen Jahreszeiten.

    Pflanzen wachsen chaotisch. Das ist nicht gleich bedeutend mit unordentlich. Ganz im Gegenteil hat ein chaotisches System sogenannte Attraktoren, stabile Zustände scheinbarer Ordnung. Vollkommene Unordnung wäre fatal. Mehr…

    Jan. 2011, 3 Bilder, monochrom
  21. Rote Serie

    Die rote Serie ist eine Gruppe aus 4 Bildern in starken Rot­tönen. Aufnahmen eines Son­nen­un­ter­gangs waren das Aus­gangs­ma­te­rial.

    Das quadratische Format der Aufnahmen ist eine Anregung, die ich den Bestimmungen einer Künstlergruppe auf deviantArt entnahm. Die Bearbeitung ist von Andy Wahrhols Kunstdrucken des Lichtdoms und anderer Bilder aus der Zeit der NS-Diktatur entlehnt. Mehr…

    Nov. 2010, 4 Bilder, Quadratisch
  22. Himmel Monochrom

    6 verschiedene Szenen, schwarz/weiß aus Farbbildern. Durch die Bearbeitung der einzelnen Farbkomponenten entsteht ein ungewöhnlicher Kontrast. Das ursprüngliche Farbbild liefert so mehr Information über die Struktur der Wolken. Mehr…