Kontinuität

Nach den vielen technisch motivierten Aufnahmen folgt wieder einmal eine konzeptuelle. Bei dieser 3-teiligen Anordnung geht es um die Verdeutlichung des seriellen Charakters der Fotografie. Der Rollfilm fügt Bilder aneinander, die nur über die Reihenfolge der Auslösung in zwangsläufigem Bezug stehen.

Mit dieser ersten vertikalen Anordnung beginne ich eine Analyse der Möglichkeit, Bilder - auch ohne Zusammenhang - strukturell zu verbinden. Hier sind es noch 3 Bilder eines Motivs, die in absteigender Folge die Spannung erhöhen. Weitere Reihen werden verschiedene Motive aneinander reihen.

Damit verdeutliche ich auch die Spannweite der Fotografie, bzw. der Notwendigkeit eines Bewusstseins für die Form der Präsentation. Einige Schüler der Düsseldorfer Photoschule (genauer der fotografischen Sektion der Düsseldorfer Kunstakademie) versahen Motive durch bewusste Vergrößerung über ihre natürliche Größe hinaus mit gänzlich neuer Wirkung. Andere halten Brüste in schwarz/weiß für künstlerisch anspruchsvoller, weil nur die Struktur der überragenden Beleuchtung wegen bleibt. Dritte benutzen das Offset-Verfahren aus dem Werbedruck für ihre Reproduktion, um eine Plakat-ähnliche Form zu erhalten.

Die Ausbelichtung kommt daher in einem vertikal orientierten 3-teiligen Rahmen aus Echtholz, weiß gestrichen. Die weiße Farbe isoliert die Aufnahmen zum Einen von der evtl. farbigen Umgebung und bietet gleichzeitig eine neutrale Basis für die eigenen Farben. Desweiteren ist die Anordnung fix, Abstand und Ausrichtung zueinander sowie die Anzahl können nicht verändert werden.