DDR Losungen

Mach mit - mach's nach - mach's besser war das Motto einer Kindersendung im DDR-Fernsehen. Darin traten zwei Mannschaften in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an. In beinahe jedem Stadtpark fand sich ein Denkmal für den Unbekannten Soldaten oder einer Plastifizierung der Befreiung vom faschistischen Regime - meist mit einem Soldaten der Sowjetarmee.

Als Kind beeindruckten mich die Banner und Schmuckelemente an Häusern wenig. Mittlerweile fehlen sie mir. Damit man für eine Gemeinschaft eintreten kann, muss man sich mit ihr identifizieren können. So poche ich nicht auf sozialistische Sprüche, sondern auf eine dauerhafte Form der Bindung der Gesellschaft an die Gesellschaftsform. Eine Skulptur, ein Banner oder wetterfester Stahl an einer Fassade sind probate Mittel.

Heute sind die Fassaden glatt, formlos, austauschbar, abwaschbar und vorallem neutral. Man möchte keine Wählergruppe enttäuschen oder verprellen, so ist die Parteilandschaft ein Mittelmaß und es wird sogar zunehmend schwerer, das kleinere Übel auszumachen.

Die Fotografien entstanden in verschiedenen Kontexten, werden aber über die (notwendige) Bildunterschrift in Zusammenhang gebracht. Die oberflächliche (deutliche/ sichtbare) Anreicherung zeigt: Auf Fotografien ist auch wichtig, was man nicht sieht.